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Der Deutsch-Ausländische JugendClub ist eine Jugendeinrichtung,
die schwerpunktmäßig von
Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund
besucht wird.
Darunter sind Kinder und Jugendliche, die erst seit kurzem
in Deutschland leben, aber auch in Deutschland geborene Kinder
mit oder ohne deutsche Staatsbürgerschaft. So verschieden
die Kinder und Jugendlichen und ihr rechtlicher Status sind,
verbindet sie doch die Erfahrung von Migration, die sie selbst
oder ihre Eltern gemacht haben. Selbstverständlich sind
auch Kinder und Jugendliche ohne Migrationserfahrung im DAJC
herzlich willkommen.
Im DAJC gibt es einen offenen Jugendtreff,
den Kinder und Jugendliche nachmittags besuchen können.
Hier können sie sich treffen, klönen, Aktivitäten
und Projekte planen, spielen oder im Internet surfen.
Neben dem offenen Jugendtreff gibt es Projekte, Freizeitaktivitäten,
Beratungen und schulbegleitende Hilfen im DAJC.
Für Mädchen gibt es einen eigenen Mädchenraum.
Dieser Raum ist Rückzugsraum und Basisstation für
Eroberungszüge. Eine pädagogische Mitarbeiterin
betreut die Mädchen, d.h. sie bietet Freizeitaktivitäten
an und hilft bei Problemen und Konflikten.
Der Arbeit des DAJC liegt ein kulturalismuskritischer Ansatz
zugrunde. Das bedeutet, dass wir die Menschen aus verschiedenen
Herkunftsländern nicht als Vertreter/innen ihres „Heimat“landes
ansehen, sondern als Individuen mit ganz persönlichen
Stärken und Schwächen, Vorlieben, Interessen
oder Abneigungen. Wir sind gegen die Einteilung der Gesellschaft
in „Deutsche“ und „Ausländer“.
Wir wenden uns dagegen, Menschen auf eine angebliche "National"-
oder "Herkunfts"-Kultur zu reduzieren, und ihnen
damit individuelle Entwicklungsmöglichkeiten zu
beschneiden.
Wir fördern Kinder und Jugendliche individuell, stärken
ihre Persönlichkeit und lehren sie einen kritischen und
offensiven Umgang mit kulturalistischen, diskriminierenden
oder rassistischen Zuschreibungen.
Der DAJC nimmt im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit
Stellung zu Themen wie Zuwanderungs- und Integrationspolitik,
Menschenrechte, Stigmatisierung und Kriminalisierung
von Migrant/innen, struktureller Diskriminierung...
Er führt öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltungen
durch und gibt Presseerklärungen zu
aktuellen Ereignissen im interkulturellen Bereich ab.
Der DAJC veranstaltet ebenfalls Fortbildungsseminare
zu interkulturellen Themen und organisiert internationale
Jugendprojekte.
Im DAJC finden als ständiges Angebot unterschiedliche
Deutschkurse (für Schüler/innen/
Erwachsene/ Frauenkurse mit Kinderbetreuung/ Berufsvorbereitungskurse)
und nachmittags eine Schülerhilfe statt.
Innerhalb der Schülerhilfe versuchen wir, eine dem
Kenntnisstand der Kinder und Jugendlichen angepasste Deutschförderung
anzubieten.
Der DAJC unterstützt und fördert in besonderer
Weise Migrantinnen. Momentan findet ein Frauendeutschkurs
und ein Frauencomputerkurs statt.
Für seine innovativen Konzepte im Bereich der interkulturellen
Jugendarbeit (insbesondere seinen kulturalismuskritischen
Ansatz), für sein interkulturelles Mädchenprojekt
„Peperona“ und seine Jugendarbeit insgesamt bekam
der DAJC im Jahr 2000 den Deutschen Jugendhilfepreis.
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